Blackjack: eine Beispielpartie

Eine Partie Blackjack vom Austeilen bis zum Schluss, Zug für Zug, mit dem Grund für jede Entscheidung.

Der Tisch

Du spielst allein gegen den Dealer mit den Standardregeln des Tisches: 200 Chips, Mindesteinsatz 10 und ein Dealer, der bei Soft 17 steht. Hier sind vier Runden mit je einer anderen Entscheidung, alle mit dem Mindesteinsatz von 10.

In jeder Runde siehst du beide deiner Karten und eine des Dealers. Die zweite Karte des Dealers bleibt verdeckt, bis du fertig bist.

Runde eins: bei 11 verdoppeln

Du bekommst 7♠ 4♦, zusammen 11, und der Dealer zeigt 6♣. Das ist die beste Gelegenheit zum Verdoppeln: Jede Zehnerkarte gibt dir 21, und ein Dealer mit einer 6 überkauft sich besonders oft. Du verdoppelst, legst weitere 10 dazu und bekommst deine eine Karte — 9♥, also 20.

Der Dealer deckt 10♦ auf, also 16, und muss unter 17 ziehen. Er zieht 8♠ und überkauft sich mit 24. Dein verdoppelter Einsatz gewinnt 20, und du hast 220.

Runde zwei: Achten teilen

Du bekommst 8♥ 8♣ gegen die 10♠ des Dealers. Als eine Hand sind das 16, die schlechteste Summe überhaupt. Geteilt werden die zwei Achten zu zwei neuen Anfängen, also bringst du einen zweiten Einsatz von 10. Die erste Acht bekommt 3♦, also 11, und eine geteilte Hand darf noch verdoppelt werden, also verdoppelst du und ziehst K♣: 21. Die zweite Acht bekommt 10♥, also 18, und du bleibst stehen.

Die verdeckte Karte des Dealers ist 7♠, zusammen 17, und er bleibt stehen. Beide deiner Hände schlagen 17: Die verdoppelte 21 gewinnt 20 und die 18 gewinnt 10. Jetzt hast du 250.

Runde drei: Versicherung und eine weiche Hand

Der Dealer zeigt A♦, also wird dir vor allem anderen eine Versicherung angeboten. Du lehnst ab: Es ist eine Nebenwette, die auf Dauer verliert. Der Dealer hat keinen Blackjack, also geht das Spiel weiter.

Deine Karten sind A♠ 6♦, eine Soft 17 — das Ass zählt vorerst 11, wird aber zu 1, bevor du dich überkaufst. Gegen ein Ass zieht man mit Soft 17 eine Karte. Du ziehst 5♥, und das Ass wird zu 1: eine harte 12. Du ziehst noch einmal, bekommst 7♣ und bleibst bei 19 stehen. Der Dealer hat A♦ 5♣, eine Soft 16, und zieht 10♦ zu einer harten 16, dann 3♥ zu 19. Das ist ein Push, und deine 10 kommen zurück. Weiterhin 250.

Runde vier: überkauft

Du hast 10♣ 6♠, zusammen 16, gegen die 9♥ des Dealers. Bei 16 gegen eine Neun stehen zu bleiben verliert meistens, also ziehst du — und bekommst D♦, 26. Du hast dich überkauft, und dein Einsatz ist sofort verloren.

Der Dealer muss seine Hand für dich gar nicht erst spielen: Wer über 21 kommt, verliert, egal was der Dealer erreicht hätte. Aus dieser Spielreihenfolge kommt der Hausvorteil. Du beendest die vier Runden mit 240, 40 mehr als zu Beginn.

Was die Runden zeigen

Die guten Ergebnisse kamen von den Entscheidungen, die mehr Chips einsetzten, wenn die Chancen am besten waren — ein Verdoppeln bei 11 und ein Teilen der Achten mit anschließendem Verdoppeln. Der Push und das Überkaufen waren ebenfalls richtig gespielt; Blackjack wird auf lange Sicht gespielt, nicht auf eine Runde.

Jede dieser Entscheidungen folgte der Grundstrategie für einen Dealer, der bei Soft 17 steht, was an diesem Tisch die Voreinstellung ist.